Aktive Nachwuchsgärtner

Jährlich bietet das Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus eine Plattform, um einen Schaugarten mitten auf dem Gartenfest zu präsentieren und so für ihren Berufsstand zu werben. Das Besondere daran ist, dass die Nachwuchs-GaLa-Bauer den Garten während der vier Veranstaltungstage vor den Augen der Besucher bauen. So können die Besucher (insbesondere diejenigen mit einer Dauerkarte) dem Schaugarten live beim Wachsen zusehen.

Partnerschule für dieses Projekt ist die Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt. Dort haben die Auszubildenden in einer Projektwoche Pläne zum jährlichen Sonderthema des Fürstlichen Gartenfestes entworfen – in diesem Jahr zum Motto „Der kleine Garten“. Eine Fachjury wählte im Anschluss die beste Arbeit, die nun im September während des Gartenfestes umgesetzt wird, aus.

Gewonnen haben in diesem Jahr Larissa Bohrmann (Firma Team Köster), Saskia Liermann (Firma Prellberg), Jens Preißmann (Firma Anton Matejtschek) und Christian Schmidt (Firma Georg Braun) mit ihrem „Garten der Sinne“. Wir haben mit den vier Auszubildenden über kleine Gärten für die Sinne, über ihren Ausbildungsberuf und den Wettbewerbssieg gesprochen:

Das diesjährige Sonderthema des Fürstlichen Gartenfestes lautet „Der kleine Garten“. Was muss man bei der Planung eines Gartens auf kleiner Fläche beachten?

Ein kleiner Garten stellt immer eine große Herausforderung dar, denn es gilt, die Fläche bestmöglich zu nutzen, ohne sie zu überladen.

Sie haben sich für einen „Garten der Sinne“  entschieden – warum?

Weil wir auf kleiner Fläche einen Garten erschaffen möchten, der das gesamte Spektrum der menschlichen Wahrnehmungen anspricht. In unserem Garten können die Besucher sehen, hören, riechen und schmecken: Für die Ohren ist ein Wasserspiel geplant, Nase und Gaumen kommen im Kräutergarten auf ihre Kosten und die Augen werden von der Ästhetik, dem Farbenspiel und den Wuchsformen beeindruckt. Aus der Vogelperspektive ist zudem im Plan ein Auge zu erkennen.

Was macht die Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer aus? Was macht besonders viel Freude?

Die Arbeit in der freien Natur schätzen wir sehr, und dass die Tätigkeit zugleich körperlich und geistig ist. Man sollte auf alle Fälle Spaß am Handwerk haben. Dann lernt man diesen vielseitigen Beruf sehr schnell zu schätzen. Spaß macht vor allem die Arbeit mit großen Maschinen wie Baggern – und durch die Arbeit von Hand spart man sich das Fitnessstudio.

Welche Bedeutung hat der Sieg für Sie und worauf freuen Sie sich beim Fürstlichen Gartenfest?

Wir finden es toll, unseren Plan in die Tat umzusetzen. Wir sind sehr auf das Endergebnis gespannt und natürlich auch auf die Herausforderungen auf dem Weg dorthin. Wir freuen uns außerdem auf die Meinungen der Gartenfest-Besucher zu unserem „Garten der Sinne“.