Architekten für Insekten

„Architekten für Insekten“ sind Momin Sattari, Norbert Chrzanowski, Tobias C. Mink, Alexander Krusch und Marek Gostomski. Und das ist auch zugleich der Name des Schaugartens, den die jungen Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau anlässlich des Projektes „Lehrbaustelle“ im Rahmen des Fürstlichen Gartenfestes geplant haben. Inhalt des Projekts ist neben dem Entwurf auch die Umsetzung des Gartens – und das ist das Besondere: Gebaut wird der Schaugarten live vor Ort im Park von Schloss Wolfsgarten während des Fürstlichen Gartenfestes, vom 6. bis 8. September.

Den fünf jungen Männern von der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt war bei der Planung in erster Linie der Insektenschutz wichtig. Sie wollen mit ihrem Garten, passend zum Sonderthema des Fürstlichen Gartenfestes „Wo Hummeln sich tummeln“, Lebensraum und Nahrung für die kleinen Helfer im Garten schaffen. Auch die Schaffung unterschiedlicher Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere stand auf ihrem Programm. Dabei spielen Wasser, Trockenflächen wie Mauern, Sand und Nährgehölze für Insekten und andere Tiere eine wichtige Rolle. Für die vielen verschiedenen Vogelarten im Park von Schloss Wolfsgarten haben sie Solitärgehölze eingeplant. Dabei haben die „Architekten“ aber keineswegs nur an die Tiere im Garten gedacht: Auf die zweibeinigen Erdbewohner warten Duftpflanzen und ein schattiges Plätzchen. Alles, so die Planer, wird bestimmt durch ein „rustikales und naturnahes Design“.

Dass der Beruf des Gärtners das Passende für die Auszubildenden ist, scheint klar: An ihrer Ausbildung schätzen sie insbesondere die Arbeit an der frischen Luft und mit der Natur. Der Mix aus schulischer und betrieblicher Ausbildung „bringt einem alles besonders nahe und gut bei“, so die geschlossene Meinung des „gärtnerischen Nachwuchses“. Dabei betonen Sattari, Chrzanowski, Mink, Krusch und Gostomski die Vielfalt – nicht nur in der zu verrichtenden Arbeit, sondern auch aus gestalterischer Sicht: „Man kann seiner Inspiration freien Lauf lassen“.

Ganz besonders freuen sich die Auszubildenden auf die Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Personen während der drei Gartenfest-Tage und den eigentlichen Projektbau. Dabei ist es ihnen wichtig, die Besucher des Fürstlichen Gartenfestes mit ihrem Garten anzuregen, mehr auf das „Grüne“ in ihrer Umgebung und auf den Insektenschutz zu achten.

Kleiner Tipp noch zum Schluss: Wer dem Schaugarten live beim Wachsen zusehen möchte, dem sei der Kauf einer Dauerkarte zum Fürstlichen Gartenfest empfohlen. Für 32 Euro sieht man nicht nur einen ganzen Garten innerhalb von drei Tagen entstehen, sondern verpasst auch keinen der zahlreichen Fachvorträge, die im Eintrittspreis zum Fürstlichen Gartenfest enthalten sind – und kann natürlich das einzigartige Ambiente rund um Schloss Wolfsgarten an allen drei Veranstaltungstagen genießen.