Das Land der Ahnen

Es war einmal eine italienische Prinzessin … Nein, kein Märchen soll hier erzählt werden, sondern eine wahre Geschichte; der Beginn einer Liebe zwischen Mafalda von Savoyen, Tochter des italienischen Königs Viktor Emanuel III., und dem deutschen Prinzen Philipp von Hessen.

Das Paar heiratete 1925 und lebte dann in Italien. Sie hatten vier Kinder, die alle in Italien geboren wurden und die sowohl in der Heimat der Mutter als auch in der des Vaters, in Hessen, aufwuchsen. Der älteste Sohn Moritz, in jungen Jahren Maurizio d’Assia genannt, später Moritz Landgraf von Hessen, verbrachte viele Jahre in der Villa Savoia in Rom und auf Capri.

Prinz Heinrich, der Bruder von Landgraf Moritz, lebte und arbeitete in Italien unter dem Namen Enrico d’Assia als Künstler. Er schuf visionäre Malerei mit surrealistischem Einschlag und entwarf in den 60er und 70er Jahren Kostüm- und Bühnenbilder für Opern- und Ballettinszenierungen an den großen Bühnen Italiens.

Die Verbundenheit des Hauses Hessen mit Italien ist noch immer eng. Dort leben die beiden Schwestern von Landgraf Donatus, dem heutigen Familienchef, Prinzessin Mafalda in Rom und Prinzessin Elena in Mailand.

Eine Ausstellung im historischen Schwimmbad mit dem Titel „Familienbilder und Ansichten in Tempera“ lädt ein, während des Fürstlichen Gartenfestes die deutsch-italienischen Verbindungen der fürstlichen Familie näher kennenzulernen. Die ausgestellten Fotografien und Dokumente stammen aus dem Archiv des Hauses Hessen, das sich im Schloss Fasanerie befindet.