Lilien-Experten auf dem Fürstlichen Gartenfest

Zahlreiche Lilien-Experten sind zu Gast auf dem Fürstlichen Gartenfest. Mit Vorträgen, Tipps und natürlich ihrem Sortiment machen sie „Lust auf Lilien“. Da auf dem Fürstlichen Gartenfest die Lilienlust sehr vielseitig interpretiert wird, stehen auch Experten für Tag-, Herzblatt-, Schmuck- und Schwertlilien im Mittelpunkt. Auch wenn es sich dabei streng genommen nicht um Lilien handelt.

 

An dem Namen Stefan Strasser kommt man, wenn es um Lilien geht, nicht vorbei. Mit seiner 2009 gegründeten Lilien-Arche hat es sich der Experte aus Erlangen zur Aufgabe gemacht, selten gewordene Lilien, Taglilien und Schwertlilien wieder zu verbreiten. Insbesondere bereits verschollenen oder als ausgestorben geltenden Pflanzen gilt sein Augenmerk – und das weltweit. Die Lilien-Arche ist u. a. Teil der Deutschen Genbank für Zierpflanzen im Bundessortenamt in Hannover. Das ganze Werk hat einen fast schon historischen Hintergrund, denn seit über 46 Jahren züchtet und kultiviert Familie Strasser erfolgreich Lilien, Hemerocallis und Iris. Auf dem Fürstlichen Gartenfest bietet Stefan Strasser an seinem Stand im Obstgarten (G 07) zahlreiche seiner Schätze an. An erster Stelle steht hierbei die äußerst seltene Feuerlilie.

 

Auf Hostas, auch Herzblattlilien genannt, hat sich Marco Fransen mit mehr als 2.000 Sorten spezialisiert. Insbesondere die „Zuverlässigkeit“ schätzt der Experte an dieser „Lilie“. Bei jährlich 100 neuen Sorten ist derzeit seine außergewöhnlichste die „First Blush“, die erste Hosta mit roten Blättern. Auf dem Fürstlichen Gartenfest schätzt er den Austausch mit den vielen Stammkunden. Ihre persönlichen Erfahrungen, ob gut oder schlecht, sind sehr interessant für ihn. Die Original-Herzblattlilie, die Hosta plantaginea, bringt Fransen selbstverständlich mit nach Schloss Fasanerie (Stand W 18 im Wirtschaftshof). Sie stammt ursprünglich aus China und war die erste Hosta in Europa. Ihre großen, weißen, duftenden Blüten ähneln jenen der Lilie. Nach Fransens Meinung „ist und bleibt sie die beste, wenn es um Hostas geht“.

 

Taglilien werden bis zu 100 Jahre alt und sind äußerst robust. Mittlerweile gibt es ca. 90.000 registrierte Sorten, so viele wie bei keiner anderen Gattung. Ihre Blüten sind denen der Lilie ähnlich, Größe und Farbe dabei äußerst vielfältig. „Es ist die grenzenlose Verwendungsmöglichkeit in der Gartengestaltung, die meine Begeisterung für die Gattung ausmacht!“, schwärmt der Taglilienexperte Rolf Offenthal. Inzwischen zählen die 1.000 besten und schönsten Sorten aus den USA und Europa zu seinem Sortiment. Dabei reicht die Palette vom bewährten „Standard“ bis zu exklusiven, rareren Exemplaren. Zu finden sind sie in diesem Jahr an Stand H 03 im Hofgarten von Schloss Fasanerie. „Überwältigend finde ich die mannshohen tetraploiden Sorten, die mit ihren sehr kräftigen und dicken Stängeln fast jedem Wetter trotzen. Sie sind einfach zum Niederknien“, schwärmt Offenthal.

 

Als regionaler Aussteller bietet auch Georg Leinweber Taglilien an. Das Sortiment seiner Baumschulen und Staudenkulturen umfasst 220 Sorten. Hiervon bringt er zahlreiche mit zum Fürstlichen Gartenfest auf Schloss Fasanerie. An Stand K 07 auf den Koppeln sind kleine, mittelhochwachsende und hochwachsende Exemplare zu finden – mit verschiedenen Blütenformen und in unterschiedlichsten Farben.

 

Die Thymian- und Staudengärtnerei von Michael Camphausen hat sich aus einem Hobby herausentwickelt. „So war es von Anfang an möglich, die einzelnen Pflanzen ganz bewusst ohne Druck und Stress wahrzunehmen“, bekennt der Kultivateur. Die Pflanzen sind allesamt speziell ausgesuchte und von seinem Team kultivierte Individuen. Passend zum Sonderthema wird Michael Camphausen auf dem Fürstlichen Gartenfest an Stand W 07 im Wirtschaftshof u. a. Agapanthus, bekannt als Schmucklilien, und Lilien anbieten. Eine Lieblingspflanze hat er übrigens nicht, „denn jeder Monat und jedes Jahr bringt immer wieder Bekanntes in Erinnerung, in das wir uns neu verlieben. Wie ein Schneeglöckchen im kalten Januar, das nach vielen Jahren besonders viele Blüten entwickelt hat, oder eine Schmucklilie im heißen Juli, die sich nach einem Gewitter von ihrer schönsten Seite zeigt.“