Schaugärten auf Schloss Fasanerie

Zahlreiche Anregungen, wie man einen Garten gestalten kann, bietet das Fürstliche Gartenfest rund um Schloss Fasanerie auch in diesem Jahr: Hier finden sich Schaugärten ebenso wie Musterbeete und Pflanzbeispiele. Die Garten- und Landschaftsbaubetriebe haben sich wieder einiges einfallen lassen, um die Besucher zu inspieren. Hinzu kommen drei groß angelegte Schaugärten: von Peter Janke, Stefan Strasser und Marcel Tröger.

 

Marcel Trögers „lilien.acker!“ trägt den Untertitel „Oder wo kommen unsere Blumen her?“. Der Masterstudent der TU Berlin möchte mit seinem Schaugarten auf die z. T. problematischen Produktionsbedingungen im Blumenanbau hinweisen. Mit diesem politischen Entwurf konnte er die Jury und die Abonnenten der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“ innerhalb des Schaugartenwettbewerbs überzeugen. Auf 300 Quadratmetern Fläche werden derzeit schon die ersten Vorbereitungen getroffen. Die eigentliche Pflanzung erfolgt dann durch Marcel Tröger selbst gut eine Woche vor dem Fürstlichen Gartenfest. „Dass mein kontroverser und nachdenklicher Entwurf einen Akzent auf dem Fürstlichen Gartenfest setzen wird, freut mich besonders“, sagt der Wettbewerbsgewinner. Er hofft, dass der Garten zum Nachdenken anregt: „Wo kommen unsere Blumen her? Kann ein Blumenacker ästhetisch sein? Haben Sie Lust auf Lilien?“

 

Im vergangenen Jahr konnten die Besucher des Fürstlichen Gartenfestes den neu gestalteten Balance-Garten von Peter Janke zum ersten Mal bestaunen. Der Garten im Obstgarten des Barockschlosses wurde als Ruhepol im Gartenfest-Geschehen sogleich gut angenommen. Nun konnte sich der rund 400 Quadratmeter große Garten ein ganzes Jahr lang entfalten. Der international bekannte Gartendesigner aus Hilden konzipierte den Garten so, dass er sich innerhalb der Jahreszeiten, aber auch über die Jahre hinweg entwickelt. Er wird somit zu jedem Fürstlichen Gartenfest ein etwas anderes Gesicht zeigen. Wichtig war es für Janke, Analogien herauszuarbeiten, eine Balance zwischen Mensch und Natur, zwischen Barock und Moderne zu schaffen. Dieses Prinzip wird schlüssig durch die beiden Skulpturen des Kölner Künstlers Stephan Siebers untermauert, die ebenfalls den Jahreszeitenwandel im Garten von Schloss Fasanerie durchleben. In einem etwa einstündigen Rundgang durch seinen Balance-Garten erklärt Peter Janke am Gartenfest-Freitag um 14 Uhr seine Intention und vielschichtige Pflanzenauswahl. Dabei zeigt er auch die Übertragbarkeit der Pflanzenkombinationen und Gestaltungsansätze für den privaten Garten auf und erläutert seine teils ungewöhnlichen Pflegekonzepte.

 

Bereits im Herbst 2017 bepflanzte der Lilienexperte Stefan Strasser die Vesica von Schloss Fasanerie – mit Lilien, Iris und Hemerocallis. Wenn sich alles gut entwickelt, blühen pünktlich zum Fürstlichen Gartenfest Lilien, Schwertlilien und Taglilien im Obstgarten des Schlosses. An einer besonderen Stelle sind zudem zehn Exemplare der bei uns heimischen, vom Aussterben bedrohten Feuerlilie gepflanzt. Am Stand der Lilien-Arche (G 07) können Königs-, Türkenbund-, Madonnen- und die extrem seltenen Feuerlilien gekauft werden. Darüber hinaus bietet Stefan Strasser noch die eine oder andere Rarität.