DAS FÜRSTLICHE GARTENFEST SCHLOSS WOLFSGARTEN

+++ Aktuelle Informationen +++
Liebe Freundinnen und Freunde, Besucherinnen und Besucher des Fürstlichen Gartenfestes,

schweren Herzens und mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass das Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten, das vom 18. bis 20. September 2020 geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden kann. Wir hatten lange gehofft, die beliebte Veranstaltung doch noch durchführen zu können, eine Umsetzung in der gewohnten Form wäre aber nicht möglich gewesen.

Dies trifft natürlich auch die Gartenfest-Aussteller hart. Unterstützen Sie sie, wenn möglich, aus diesem Grund. Viele Aussteller bieten einen Online-Shop an. Außerdem können Sie telefonisch Produkte ordern. Sie werden sich freuen, von Ihnen zu hören. Das Ausstellerverzeichnis finden Sie weiterhin online unter www.gartenfest.de/wolfsgarten/aussteller/.

Wir sind zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr zwei – für Besucher und Aussteller entspannte – Fürstliche Gartenfeste veranstalten können. Merken Sie sich die Termine gerne schon einmal vor: Vom 13. bis 16. Mai 2021 findet das Fürstliche Gartenfest Schloss Fasanerie, vom 17. bis 19. September 2021 das Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten statt. Und der Termin für FEINWERK, den Markt für echte Dinge auf Schloss Fasanerie, steht ebenfalls schon fest: 1. bis 3. Oktober 2021.

Noch ein Hinweis zu bereits erworbenen Eintrittskarten zum Fürstlichen Gartenfest Schloss Wolfsgarten 2020: Sie behalten ihre Gültigkeit für die Veranstaltung im kommenden Jahr. Alternativ haben Ticketbesitzer die Möglichkeit, eine Erstattung des Eintrittspreises zu erhalten. Sie können sich an das Messebüro der Fürstlichen Gartenfeste wenden – unter info@gartenfest.de.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Ihr Team des Fürstlichen Gartenfestes

PS: Melden Sie sich gerne für den Gartenfest-Newsletter an – unter www.gartenfest.de/newsletter. So bleiben Sie rund um die Fürstlichen Gartenfeste informiert.
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Ein Gartenvergnügen mitten im Rhein-Main-Gebiet

Das Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfgarten zählt zu den renommiertesten Gartenveranstaltungen in Deutschland. Die internationale Verkaufsausstellung für Gartenkultur und ländliche Lebensart findet jährlich im September an exklusivem Veranstaltungsort statt: Schloss Wolfsgarten liegt mitten im Rhein-Main-Gebiet, rund 15 Kilometer von Frankfurt entfernt, und ist für die Öffentlichkeit nur zu zwei Anlässen im Jahr geöffnet.

Zu den 20.000 Gästen, die das Fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten in jedem Jahr besuchen, zählen Liebhaber von Pflanzen und Gartenkultur ebenso wie Fachbesucher. Rund 170 nationale und internationale Aussteller präsentieren auf rund 30.000 Quadratmetern Fläche ihre besonderen Schätze: außergewöhnliche Pflanzen, hochwertige Gartenmöbel und -geräte, feines Kunsthandwerk, schicke Mode und Accessoires sowie erlesene Kulinarik.

Der botanische Kompetenzschwerpunkt und die persönliche Prägung durch die landgräfliche Familie von Hessen zeichnen die Veranstaltung aus. Ein jährliches Sonderthema stellt das Fürstliche Gartenfest unter ein besonderes Motto. Highlight auf dem Gelände ist der Japanische Garten, ein wunderbares Idyll mit außergewöhnlichen Pflanzenschätzen. Ein Rahmenprogramm aus Kunst, Musik, Fachvorträgen, Führungen und Workshops sowie ein ausgezeichnetes gastronomisches Angebot runden das Gartenvergnügen mitten im Rhein-Main-Gebiet ab.
Das Fürstliche Gartenfest steht unter der Schirmherrschaft von Floria Landgräfin von Hessen.

 

Jagdschloss Wolfsgarten

Nach den Plänen von Baumeister Remy de la Fosse wurde Schloss Wolfsgarten von 1722 bis 1724 im Auftrag von Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt erbaut. Zu dieser Zeit entstanden zahlreiche Jagdschlösser rund um Darmstadt ebenso wie im oberhessischen Raum. Die Schlösser folgten einem bestimmten Grundmuster. Um einen rechteckigen Hof gruppierten sich der Herrenbau, dem gegenüber Stallungen und an den Seiten der Prinzenbau, der Kavaliersbau, der Prinzessinnenbau und der Damenbau. Ausschlaggebender Zweck dafür war die um 1709 von Landgraf Ernst Ludwig eingeführte Parforce-Jagd, die Meutejagd zu Pferde. Dazu wurden weiträumige Anlagen und Wälder benötigt. Nachdem Landgraf Ludwig IX. die Parforce-Jagd abgeschafft hatte, verloren die Jagdschlösser an Bedeutung und verfielen, so auch Schloss Wolfsgarten. In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts renovierte Erbprinz Ludwig III. Schloss Wolfsgarten. Es diente ab 1879 als Sommerresidenz und ebenso weiterhin als Jagdschloss. Sein heutiges Aussehen verdankt Wolfsgarten Großherzog Ernst Ludwig . Er ließ Baulücken zwischen den Gebäuden schließen und die Freitreppe am Herrenhaus erweitern. Nach 1918 zog sich die großherzogliche Familie aus dem Stadtschloss in Darmstadt ins verhältnismäßig spartanisch ausgestattete Schloss Wolfsgarten zurück. Von 1997 bis 2013 war der Trakt des Prinzenbaus die Residenz von Landgraf Moritz von Hessen.

Den 57 Hektar großen Schlosspark des Jagdschlosses mit seinen zahlreichen botanischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten prägte vor allem Großherzog Ernst Ludwig. Neben dem Teich mit einer steinernen Brücke ließ er Säulen und Pergolen sowie Brunnen, eine kleine Kapelle, ein Tee- und ein Badehaus errichten. Der Gang durch die Parkanlage ist schon für sich ein Erlebnis. Das 1902 erbaute Spielhaus für die Prinzessin Elisabeth und die Rhododendron-Büsche, die in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts gesetzt wurden, gehören zu den Highlights. Die hier geschaffene Parklandschaft ist eine gelungene Komposition aus Laub- und Nadelbäumen, naturbelassenen Wiesen, Blumen, Sträuchern, lauschigen Plätzen zum Verweilen, historischen Gebäuden und Skulpturen, die durch breite Wege, Springbrunnen und einen Teich abwechslungsreiche An- und Ausblicke bietet. Dazu zählt auch eine uralte Eiche – inzwischen Naturdenkmal – und ein Kalifornischer Mammutbaum. Landgraf Moritz von Hessen stellte die Mitteldicker Lindenallee bis an die Parkgrenze wieder in ihrer alten Form her. Auch der vom Großherzog aus Eiben angelegte Irrgarten ist wieder neu erstanden. Zugleich veranlasste Landgraf Moritz, den Waldwuchs, der den Schlosspark zu verdrängen drohte, wieder auf sein ursprüngliches Maß zurückzuführen.